Willkommen beim NABU Bad Marienberg

Für Mensch und Natur


An den Rändern des Horizonts – Eine Reise zu den indigenen Gemeinschaften und verborgenen Schönheiten unserer Erde


Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz fördert den Kauf von wertvollen Flächen für den Naturschutz durch die NABU Ortsgruppe Bad Marienberg und Umgebung

Im Februar 2019 erwarb der NABU Bad Marienberg in der Gemarkung von Nisterau Bach zwei benachbarte Feuchtwiesengrundstücke. Die bisher extensiv genutzten Grünlandflächen grenzen direkt an ein nach §30 BNatSchG gesetzlich geschütztes Biotop - eine wertvolle Feuchtwiesenbrache, auf der seit vielen Jahren durch Biotoppflegemaßnahmen seltene Tier- und Pflanzenarten geschützt werden.

Hier findet sich unter anderem der bedrohte Blauschillernde Feuerfalter (Lycaena helle).

 

Die gekauften Flächen dienen einerseits als Puffer zwischen der o.g. Feuchtbrache und den landwirtschaftlich intensiver genutzten Nachbarflächen. Doch auch sie selbst besitzen schon jetzt einen naturschutzfachlichen Wert und bieten diversen geschützten Pflanzen einen Lebensraum, beispielsweise Orchideen, Feuchtwiesengräsern und anderen typischen Wiesenpflanzen, welche sich in Folge der Intensivierungen in der Landwirtschaft vielerorts im Rückgang befinden.

Eine im Oktober stattgefundene Begehung mit dem Biotopbetreuer des Westerwaldkreises, Diplom-Geograph Markus Kunz, bestätigte den hohen Wert und den Artenreichtum der erworbenen Feuchtwiese.  Die zukünftige Nutzung der Fläche wurde in diesem Zuge festgelegt, sie orientiert sich an den Regeln für den Vertragsnaturschutz von Rheinland-Pfalz. In Zukunft wird die Fläche erst nach dem 15. Juli gemäht, wobei jährlich rund zehn Prozent der Wiese ungemäht als Rückzugsort für Insekten erhalten bleiben. Die Grünlandnutzung übergab der NABU Bad Marienberg an einen lokalen Landwirt. Ein weiterer Begang zur Blütezeit im Folgejahr wird aufzeigen, ob noch weitere Biotoppflegemaßnahmen, z.B. zum Erhalt einzelner Arten erforderlich sind.

Dank der Förderung durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz in Mainz konnte die schützenswerte Fläche für eine nachhaltige naturschutzfachliche Nutzung erworben werden. Der NABU Bad Marienberg zeigt hierbei auf, wie Naturschutz und Landwirtschaft gemeinsam ökologisch wertvolle Flächen erhalten können.

 

 

Ein weiterer bedeutender Grundstückskauf gelang dem NABU mit Hilfe der Förderung durch die Stiftung Natur und Umwelt in der Gemarkung Bad Marienberg-Langenbach. Dort konnte eine Streuobstwiese mit 20 alten Obstbaum-Hochstämmen erworben werden. Die über lange Zeit ungepflegten Bäume drohten bereits unter der Last ihrer ausladenden Kronen zu zerbrechen. Um dem vorzubeugen und die ökologisch äußerst wertvollen alten Obstbäume zu erhalten, wurde unmittelbar nach Erwerb der Fläche die Pflege der Bäume in Auftrag gegeben und im Spätwinter durchgeführt. So konnte ein wichtiger Schritt für den langfristigen Erhalt zeitnah getan werden. Der ökologische Wert dieser Bäume besteht zum einen aus der Blüte im Frühjahr – diese ist wichtig für vielerlei Insektenarten. Zum anderen befinden sich in den Bäumen Höhlen verschiedener Größe – hierin nisten z.B. Singvögel,  außerdem finden sich in diesen Höhlen verschiedene Pilze und Insekten. Durch die Anpflanzung von vier selbstgezogenen Bäumen wurden Lücken in den Obstbaumreihen geschlossen. Auch hierbei handelt es sich um Hochstämme alter, erhaltenswerter Obstsorten.

Streuobstwiesen sind im ganzen Land durch die fehlende Nutzung im Rückgang begriffen, in der VG Bad Marienberg gibt es nur noch sehr vereinzelt wertvolle Streuobstbestände. Auch für diese Fläche bestätigte Markus Kunz den hohen Wert und die Einzigartigkeit in unserer Region. Das bisher brachliegende Grünland unter den Bäumen konnte einem lokalen Landwirt zur extensiven Beweidung zur Verfügung gestellt werden. Die nach naturschutzfachlichen Kriterien ausgerichtete Grünlandnutzung beugt einer Verbuschung der Fläche vor.

 

 

Die Förderung durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz erfolgt mit Mitteln der Lotterie GlücksSpirale

Der NABU Bad Marienberg ist froh und dankbar für die Förderung der erworbenen Flächen und die Möglichkeit ihrer nachhaltigen Sicherung.

 

  

Spende der Raben- und Amtsapotheke Bad Marienberg ermöglichte Pflege

 

Die Pflege der alten wertvollen Apfel- und Birnbäume auf der Streuobstwiese und die Neuanpflanzung von mehreren selbstgezogenen Jungbäumen wurde ermöglicht durch eine großzügige Spende der Raben- und der Amtsapotheke Bad Marienberg in Höhe von 750 Euro sowie die Spende einer Privatperson in Höhe von 250 Euro.

Ursprung war eine ebenso geniale wie einfache Idee des Teams der Apotheken:

Die Abgabe von Einwegplastiktüten wurde mit einer Gebühr verbunden und die dabei erzielten Einnahmen komplett als Spende an den NABU in Bad Marienberg weitergereicht. Die aufgestellten Spendenboxen motivierten außerdem viele Kunden, die Aktion und auch die Arbeit des NABU zusätzlich finanziell zu unterstützen.

 

An dieser Stelle möchte der NABU Bad Marienberg den beiden Apotheken, den Initiatoren dieser Aktion, sowie allen Spendern noch einmal ganz herzlich danken.


Gemeinsame Aktion mit dem Jugendbahnhof Bad Marienberg

Zwei Wochenenden im März standen ganz im Zeichen von Nistkästen - diese wurden gebaut, aufgehängt und gereinigt!


Die Feldlerche - Agrarvogel im Sinkflug

Foto: NABU / Peter Lindel
Foto: NABU / Peter Lindel

Mit ihrem Gesang von der Morgendämmerung bis zum Abend läutet die Feldlerche alljährlich den Frühling ein. Doch der Himmel über unseren Feldern ist stummer geworden: Die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt Feldvögeln den Lebensraum. Die Feldlerche soll als Vogel des Jahres 2019 stellvertretend für sie und anklagend für die katastrophale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel stehen.

 

Lesen Sie mehr über den Vogel des Jahres 2019...


Veranstaltungskalender 2019 - auch im Herbst und Winter gibt es Termine!

Hier finden Sie das Jahresprogramm der NABU-Gruppen des Westerwaldes


Sammelstellen für Handys und Naturkorken

Auf Initiative der NABU-Gruppe Rengsdorf wurden fünf Sammelstellen für Naturkorken eingerichtet, eine davon in der Regionalstelle. Die Korken werden recycelt und als Dämmstoff verwendet, der Erlös fließt in Kranichschutzprojekte.

 

Hier finden Sie die Liste mit den Sammelstellen!


Resolution zum Rückgang der Artenvielfalt - Insekten in hohem Maß betroffen!

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Resolution zum Insektenrückgang BVV_2016
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NABU Rhein-Westerwald ruft zur Meldung von

Fledermausquartieren auf

Foto: NABU / Dietmar Nill
Foto: NABU / Dietmar Nill

Die Weibchen unserer heimischen Fledermäuse bekommen je nach Art im Juni meist ein einziges Jungtier, das sie gemeinsam mit anderen Fledermäusen in sogenannten Wochenstuben großziehen. Doch in diesem Jahr bleiben nach Informationen des Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald viele der bekannten Fledermausquartiere leer. Auffällig seien gleichzeitig vor allem die aktuell stark zunehmenden Meldungen von erwachsenen Fledermäusen, die geschwächt aufgefunden werden. Der NABU führt dies auf die starken Regenfälle zurück. Diese setzen temporär das Nahrungsangebot für die insektenfressenden Fledermäuse herab und geben den Tieren wenige Möglichkeiten zum Jagen, was zu großen Ausfällen beim Nachwuchs, aber auch bei den adulten Tieren führen kann. Denn direkt nach dem Winter hatten die Tiere kaum Möglichkeiten, ihre Fettreserven wieder aufzufüllen. Wer seinen Garten naturnah gestaltet und beim Einkaufen zu Bioprodukten greift, sorge dafür, dass es in Gärten und auf Äckern wieder mehr Lebens- und Nahrungsraum für Wildtiere wie Fledermäuse gibt, so der NABU. Um weitere Informationen über die aktuelle Situation unserer heimischen Fledermäuse zu erhalten, ruft der NABU Rhein-Westerwald dazu auf, bekannte und neu entdeckte Fledermausquartiere zu melden. Meldungen bitte an: Fledermaus@NABU-RLP.de


Himmelsleiter (Polemonium caeruleum) im Naturschutzgebiet Nisteraue bei Unnau-Korb (Bild: M. Kiehne / NABU Bad Marienberg)
Himmelsleiter (Polemonium caeruleum) im Naturschutzgebiet Nisteraue bei Unnau-Korb (Bild: M. Kiehne / NABU Bad Marienberg)

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

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