Willkommen beim NABU Bad Marienberg

Für Mensch und Natur


Jahreshauptversammlung 2020

Einladung

 

Sehr geehrte Mitglieder des NABU Bad Marienberg,

 

die diesjährige Jahreshauptversammlung des NABU Bad Marienberg und Umgebung findet am

Freitag, den 13. November 2020 um 18:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Nisterau statt.

 

Hierzu laden wir Sie herzlich ein.

 

Für die Tagesordnung sind folgende Punkte vorgesehen:

 

1.     Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden

2.     Vorstellung unserer Tätigkeiten

3.     Kassenbericht

4.     Bericht der Kassenprüfer*innen

5.     Entlastung des Vorstandes

6.     Ausblick 2021

 

Aufgrund der Corona-Pandämie und der Empfehlungen für Veranstaltungen wird es, anders als in in früheren Jahren, im Rahmen der Jahreshauptversammlung keinen Vortrag geben.

 

Die Veranstaltung wird unter Berücksichtigung der dann aktuellen gültigen Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz durchgeführt. Weiterhin soll ein Hygienekonzept die sichere Durchführung der Versammlung gewährleisten.

 

Sollten Sie an der Jahreshauptversammlung teilnehmen wollen, bitten wir um Anmeldung bis spätestens 29. Oktober 2020 per Mail an nabu.bad-marienberg@nabu-rlp.de oder telefonisch unter 02661-7533.

 

Ludwig Schürg, 1. Vorsitzender


Entdeckungstour entlang der Schwarzen Nister

Bewährte Zusammenarbeit von Jugendbahnhof und NABU Bad Marienberg - Kinder und Jugendliche erforschten begeistert die Bacher Lay

Ludwig Schürg (NABU Bad Marienberg) erzählt von der Biologie der Schwarzen Nister
Foto: Jugendbahnhof Bad Marienberg

Anstelle des ursprünglich von NABU Bad Marienberg und dem Jugendbahnhof /Jugendpflege der Verbandsgemeinde Bad Marienberg geplanten Projektes “Naturerlebnistage Westerwald“, das wegen Corona auf den Sommer 2021 verlegt werden musste, gab es für alle, die sich schon sehr drauf gefreut hatten, alternativ dazu am 14.08.2020 eine kleine Entdeckungstour durch die Bacher Lay mit Ludwig Schürg vom NABU Bad Marienberg. Er führte die Kinder und Jugendlichen von 14.00-17.00 Uhr auf abenteuerlichen Wegen an faszinierende und “versteckte“ Orte, die sie noch nie besucht hatten. Michael Kiehne, der aufgrund einer Verletzung an der Exkursion nicht teilnehmen konnte, unterstützte die Wanderer von zu Hause aus. Als wetterkundiges Mitglied des NABU konnte die Gruppe sich jederzeit sicher sein, dass er sie vor heftigen Gewittern zeitig genug warnen würde. Doch wider Erwarten wurde es zur Freude aller ein trockener warmer Nachmittag, bei dem neben den faszinierenden Basalt- und Steinbrüchen, einem riesigen Dachsbau und der Entdeckung alter Schienen aus Abbautagen, vor allem eine Bachlauf-Begehung zum großen Abenteuer für alle wurde. Die Gruppe musste sich auf glitschigen Steinen und schlammigem Untergrund durch sie selbst überragenden dichten Bewuchs, über und unter umgefallenen Baumstämmen hindurch und an hohen Brennnesseln vorbei einen Weg durch das stellenweise auch mal sehr hohe Wasser bahnen. Für die einen war damit die Bachbettwanderung selbst eine große Herausforderung, die sie, teils mit toller Unterstützung anderer, stolz als unvergessliches Erlebnis meisterten. 

Ludwig Schürg (NABU Bad Marienberg) klettert mit den Kindern quer durch den Wald
Foto: Jugendbahnhof Bad Marienberg

Andere faszinierte die Entdeckung eines seltenen Wasseramselnestes als Highlight. So kamen Abenteurer wie Naturschützer, dank der tollen fachkundigen Führung jenseits der Wege auf ihre Kosten. Auch die dem Klimawandel und dem Borkenkäfer zum Opfer gefallenen, abgestorbenen Bäume und die Wassertemperaturmessung in der schwarzen Nister, sowie der japanische Knöterich, die allesamt nichts Gutes für das faszinierende Naturschutzgebiet bedeuten, waren wichtige Themen bei den Kindern und Jugendlichen, auf die Ludwig Schürg mit viel Engagement, Wissen und Einfühlungsvermögen einzugehen wusste.

 

Ludwig Schürg (NABU Bad Marienberg) gemeinsam mit den frischgebackenen Fans der Bacher Lay
Foto: Jugendbahnhof Bad Marienberg

Am Ende der Wanderung Ludwig Schürg vom NABU Bad Marienberg umringt von frisch gebackenen Bacher Lay Fans. 

 


Jahresabschlusswanderung 2019

Sonnige Tour entlang unserer NABU-Flächen

Bei schönem Wetter konnte der Vorstand der NABU-Gruppe zwei Familien zur Jahresabschlusswanderung 2019 begrüßen.

Der Weg führte uns von der kürzlich erworbenen Streuobstwiese in Langenbach nach Großseifen zur "Hirtenwiese" und von dort nisterabwärts bis hin zur "Bruchwiese", beides vom Fluss geprägte Auen mit entsprechenden Feuchtwiesen und eindrucksvollen Kulissen der raumgreifenden Nister. Die Gäste erhielten vielfältige Informationen zu Flora und Fauna sowie zu ökologischen Zusammenhängen, denen unser Augenmerk gilt.

Die Wanderung endete schließlich zwischen den alten Kopfweiden, die auf der Bruchwiese stehen, und die regelmäßig von uns gepflegt werden.

Dieses alte Kulturgut dient heute vor allem seltenen, bedrohten Insektenarten sowie Vögeln, denen die knorzigen Bäume vielfältige Lebensräume bieten.


Der NABU Bad Marienberg macht erneut gemeinsame Sache mit dem Jugendbahnhof

Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung - Sie können mit kleinem Aufwand Großes bewegen!

Im Sommer 2020 veranstaltet der Jugendbahnhof Bad Marienberg gemeinsam mit dem NABU zwei Naturerlebnis-tage für Kinder und Jugendliche. Auf dem Programm stehen Lernen, Spielen, Bauen, Exkursionen und eine gemeinsame Übernachtung.

Dieses Projekt, bei dem die Kinder die Natur ihrer Heimat mit allen Sinnen erfahren sollen, können Sie unterstützen! Die Sparkasse Westerwald-Sieg veranstaltet seit mehreren Jahren die Aktion "Heimatliebe", in deren Rahmen sie verschiedene Herzensprojekte im gemeinnützigen und sozialen Bereich durch Spenden unterstützt. Die Projekte brauchen sogenannte "Social Coins", die Sie uns zukommen lassen können, in dem Sie sich für den Newsletter der Sparkasse anmelden. Alles weitere erfahren Sie hier...


Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz fördert den Kauf von wertvollen Flächen für den Naturschutz durch die NABU Ortsgruppe Bad Marienberg und Umgebung

Im Februar 2019 erwarb der NABU Bad Marienberg in der Gemarkung von Nisterau Bach zwei benachbarte Feuchtwiesengrundstücke. Die bisher extensiv genutzten Grünlandflächen grenzen direkt an ein nach §30 BNatSchG gesetzlich geschütztes Biotop - eine wertvolle Feuchtwiesenbrache, auf der seit vielen Jahren durch Biotoppflegemaßnahmen seltene Tier- und Pflanzenarten geschützt werden.

Hier findet sich unter anderem der bedrohte Blauschillernde Feuerfalter (Lycaena helle).

 

Die gekauften Flächen dienen einerseits als Puffer zwischen der o.g. Feuchtbrache und den landwirtschaftlich intensiver genutzten Nachbarflächen. Doch auch sie selbst besitzen schon jetzt einen naturschutzfachlichen Wert und bieten diversen geschützten Pflanzen einen Lebensraum, beispielsweise Orchideen, Feuchtwiesengräsern und anderen typischen Wiesenpflanzen, welche sich in Folge der Intensivierungen in der Landwirtschaft vielerorts im Rückgang befinden.

Eine im Oktober stattgefundene Begehung mit dem Biotopbetreuer des Westerwaldkreises, Diplom-Geograph Markus Kunz, bestätigte den hohen Wert und den Artenreichtum der erworbenen Feuchtwiese.  Die zukünftige Nutzung der Fläche wurde in diesem Zuge festgelegt, sie orientiert sich an den Regeln für den Vertragsnaturschutz von Rheinland-Pfalz. In Zukunft wird die Fläche erst nach dem 15. Juli gemäht, wobei jährlich rund zehn Prozent der Wiese ungemäht als Rückzugsort für Insekten erhalten bleiben. Die Grünlandnutzung übergab der NABU Bad Marienberg an einen lokalen Landwirt. Ein weiterer Begang zur Blütezeit im Folgejahr wird aufzeigen, ob noch weitere Biotoppflegemaßnahmen, z.B. zum Erhalt einzelner Arten erforderlich sind.

Dank der Förderung durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz in Mainz konnte die schützenswerte Fläche für eine nachhaltige naturschutzfachliche Nutzung erworben werden. Der NABU Bad Marienberg zeigt hierbei auf, wie Naturschutz und Landwirtschaft gemeinsam ökologisch wertvolle Flächen erhalten können.

 

 

Ein weiterer bedeutender Grundstückskauf gelang dem NABU mit Hilfe der Förderung durch die Stiftung Natur und Umwelt in der Gemarkung Bad Marienberg-Langenbach. Dort konnte eine Streuobstwiese mit 20 alten Obstbaum-Hochstämmen erworben werden. Die über lange Zeit ungepflegten Bäume drohten bereits unter der Last ihrer ausladenden Kronen zu zerbrechen. Um dem vorzubeugen und die ökologisch äußerst wertvollen alten Obstbäume zu erhalten, wurde unmittelbar nach Erwerb der Fläche die Pflege der Bäume in Auftrag gegeben und im Spätwinter durchgeführt. So konnte ein wichtiger Schritt für den langfristigen Erhalt zeitnah getan werden. Der ökologische Wert dieser Bäume besteht zum einen aus der Blüte im Frühjahr – diese ist wichtig für vielerlei Insektenarten. Zum anderen befinden sich in den Bäumen Höhlen verschiedener Größe – hierin nisten z.B. Singvögel,  außerdem finden sich in diesen Höhlen verschiedene Pilze und Insekten. Durch die Anpflanzung von vier selbstgezogenen Bäumen wurden Lücken in den Obstbaumreihen geschlossen. Auch hierbei handelt es sich um Hochstämme alter, erhaltenswerter Obstsorten.

Streuobstwiesen sind im ganzen Land durch die fehlende Nutzung im Rückgang begriffen, in der VG Bad Marienberg gibt es nur noch sehr vereinzelt wertvolle Streuobstbestände. Auch für diese Fläche bestätigte Markus Kunz den hohen Wert und die Einzigartigkeit in unserer Region. Das bisher brachliegende Grünland unter den Bäumen konnte einem lokalen Landwirt zur extensiven Beweidung zur Verfügung gestellt werden. Die nach naturschutzfachlichen Kriterien ausgerichtete Grünlandnutzung beugt einer Verbuschung der Fläche vor.

 

 

Die Förderung durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz erfolgt mit Mitteln der Lotterie GlücksSpirale

Der NABU Bad Marienberg ist froh und dankbar für die Förderung der erworbenen Flächen und die Möglichkeit ihrer nachhaltigen Sicherung.

 

  

Spende der Raben- und Amtsapotheke Bad Marienberg ermöglichte Pflege

 

Die Pflege der alten wertvollen Apfel- und Birnbäume auf der Streuobstwiese und die Neuanpflanzung von mehreren selbstgezogenen Jungbäumen wurde ermöglicht durch eine großzügige Spende der Raben- und der Amtsapotheke Bad Marienberg in Höhe von 750 Euro sowie die Spende einer Privatperson in Höhe von 250 Euro.

Ursprung war eine ebenso geniale wie einfache Idee des Teams der Apotheken:

Die Abgabe von Einwegplastiktüten wurde mit einer Gebühr verbunden und die dabei erzielten Einnahmen komplett als Spende an den NABU in Bad Marienberg weitergereicht. Die aufgestellten Spendenboxen motivierten außerdem viele Kunden, die Aktion und auch die Arbeit des NABU zusätzlich finanziell zu unterstützen.

 

An dieser Stelle möchte der NABU Bad Marienberg den beiden Apotheken, den Initiatoren dieser Aktion, sowie allen Spendern noch einmal ganz herzlich danken.


Veranstaltungskalender 2020 erschienen!

Hier finden Sie das Jahresprogramm der NABU-Gruppen des Westerwaldes


Vogel des Jahres 2020 - Die Turteltaube

Bild: NABU / Ralf Thierfelder
Bild: NABU / Ralf Thierfelder

Gemeinsame Aktion mit dem Jugendbahnhof Bad Marienberg

Zwei Wochenenden im März 2019 standen ganz im Zeichen von Nistkästen - diese wurden gebaut, aufgehängt und gereinigt!


Sammelstellen für Handys und Naturkorken

Auf Initiative der NABU-Gruppe Rengsdorf wurden fünf Sammelstellen für Naturkorken eingerichtet, eine davon in der Regionalstelle. Die Korken werden recycelt und als Dämmstoff verwendet, der Erlös fließt in Kranichschutzprojekte.

 

Hier finden Sie die Liste mit den Sammelstellen!


Resolution zum Rückgang der Artenvielfalt - Insekten in hohem Maß betroffen!

Download
Resolution zum Insektenrückgang BVV_2016
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NABU Rhein-Westerwald ruft zur Meldung von

Fledermausquartieren auf

Foto: NABU / Dietmar Nill
Foto: NABU / Dietmar Nill

Die Weibchen unserer heimischen Fledermäuse bekommen je nach Art im Juni meist ein einziges Jungtier, das sie gemeinsam mit anderen Fledermäusen in sogenannten Wochenstuben großziehen. Doch in diesem Jahr bleiben nach Informationen des Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald viele der bekannten Fledermausquartiere leer. Auffällig seien gleichzeitig vor allem die aktuell stark zunehmenden Meldungen von erwachsenen Fledermäusen, die geschwächt aufgefunden werden. Der NABU führt dies auf die starken Regenfälle zurück. Diese setzen temporär das Nahrungsangebot für die insektenfressenden Fledermäuse herab und geben den Tieren wenige Möglichkeiten zum Jagen, was zu großen Ausfällen beim Nachwuchs, aber auch bei den adulten Tieren führen kann. Denn direkt nach dem Winter hatten die Tiere kaum Möglichkeiten, ihre Fettreserven wieder aufzufüllen. Wer seinen Garten naturnah gestaltet und beim Einkaufen zu Bioprodukten greift, sorge dafür, dass es in Gärten und auf Äckern wieder mehr Lebens- und Nahrungsraum für Wildtiere wie Fledermäuse gibt, so der NABU. Um weitere Informationen über die aktuelle Situation unserer heimischen Fledermäuse zu erhalten, ruft der NABU Rhein-Westerwald dazu auf, bekannte und neu entdeckte Fledermausquartiere zu melden. Meldungen bitte an: Fledermaus@NABU-RLP.de


Himmelsleiter (Polemonium caeruleum) im Naturschutzgebiet Nisteraue bei Unnau-Korb (Bild: M. Kiehne / NABU Bad Marienberg)
Himmelsleiter (Polemonium caeruleum) im Naturschutzgebiet Nisteraue bei Unnau-Korb (Bild: M. Kiehne / NABU Bad Marienberg)

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

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