Glyphosat im Garten – NABU Bad Marienberg rät von Pflanzengift-Einsatz ab

Pestizide werden nicht nur in der Landwirtschaft eingesetzt. In so manchem Garten werden im Sommer chemische Unkrautvernichter aus dem Bau- oder Gartenmarkt verwendet. Das weltweit am meisten eingesetzte Pflanzengift Glyphosat wurde kürzlich von der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Es ist in vielen bekannten Unkrautvernichtungsmitteln wie z. B. „Roundup“ enthalten. Obgleich das Pflanzengift Glyphosat in einigen Produkten als biologisch abbaubar beworben wird, birgt es außerdem erhebliche Gefahren für Natur und Umwelt, warnt der Naturschutzbund (NABU) Bad Marienberg. Denn in der Hoffnung auf „saubere“ Beete und Wege werden Unkrautvernichtungsmittel von Hobbygärtnern häufig bedenkenlos versprüht. Doch gerade im Gartenbereich ist das Risiko von Fehlanwendungen besonders groß. So ist vielen z. B. nicht bekannt, dass es verboten ist, Unkrautvernichtungsmittel auf versiegelten Flächen wie Gehwegen, Hofflächen oder Garageneinfahrten auszubringen. Denn so gelangt das insbesondere für Fische und Amphibien schädliche Gift in die Kanalisation und letztlich in die Oberflächengewässer. Dadurch, dass Wildkräuter als angebliche Unkräuter häufig aus reiner Ordnungsliebe bekämpft werden, ohne, dass sie tatsächlich ein Problem für den Garten darstellen, gehen der artenreichen heimischen Tierwelt viele wichtige Nahrungsquellen und Lebensräume verloren. Lässt man Wildpflanzen stehen, profitieren Insekten wie Bienen und Schmetterlinge und letztlich auch Vögel und Fledermäuse, so der NABU weiter.

Aus Sicht des NABU ist zum Wohle von Mensch und Natur eine umfassende Neubewertung der Risiken des Pflanzengifts Glyphosat unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse sowie ein Verbot im Haus- und Kleingartenbereich überfällig. Mit einem bundesweiten E-Mail-Protest gegen den Verkauf von Glyphosat in Baumärkten und Gartencentern, an dem sich innerhalb nur weniger Wochen mehrere Tausend Menschen beteiligten, erreichte der NABU bereits, dass einige Anbieter ankündigten, das Pflanzengift aus dem Sortiment zu nehmen.


Der NABU Bad Marienberg informiert:

Weg- und Straßenränder sind wichtige Lebensräume 

Bild: NABU / P. Fasel
Bild: NABU / P. Fasel

Trotz der hohen Bedeutung der Weg- und Straßenränder für den Arten- und Naturschutz und einem zu beobachtenden Artenrückgang in unserer Landschaft werden viele dieser wertvollen Biotope durch eine unangemessene Pflege stark beeinträchtigt bzw. zerstört, so der Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald. „Unsere Weg- und Straßenränder werden oftmals unnötig häufig und unnötig früh im Jahr gemäht, in vielen Fällen bis auf den Boden. Hierdurch werden nicht nur die bewohnenden Tiere auf direktem Wege getötet. Werden in einem Gebiet die meisten Wegränder und viele Wiesen gleichzeitig gemäht, geht den Tieren schlagartig der Großteil ihrer Lebens- und Nahrungsräume verloren, sodass viele von ihnen abwandern oder verhungern müssen“, sagt Jonas Krause-Heiber, Leiter der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald.

 „Wo die Mahd aus Verkehrssicherungsgründen notwendig ist, muss natürlich gemäht werden, jedoch auch hier nicht unnötig breit. Oft reicht ein etwas schmalerer Randstreifen schon aus. Der Rest sollte bis zum Ende der Vegetationsperiode stehen gelassen werden, um möglichst lange ein großes Angebot an Nahrungsquellen und Versteckmöglichkeiten zu erhalten. Eine frühe Mahd am Sommeranfang aus reiner Ordnungsliebe macht wenig Sinn, insbesondere dort, wo kein Straßenverkehr herrscht, z. B. an Feldwegen. Durch den frühen Mahdzeitpunkt wird die Entwicklung artenreicher Bestände mit wichtigen Nahrungspflanzen verhindert, da viele gar nicht erst zur Blüte kommen.“ Der NABU empfiehlt, Weg- und Straßenränder einmal, maximal zweimal im Jahr zu mähen. Um ihre vielfältigen Funktionen zu erhalten, sollte die erste Mahd nicht vor Juli erfolgen. Im Idealfall werden nach dem Mosaik-Prinzip immer wieder Abschnitte stehen gelassen. Die Schnitthöhe sollte 10 cm nicht unterschreiten, damit Kleintiere unbeschadet überleben können.

Durch eine derart angepasste Pflege können mit einfachen Mitteln Kosten und der CO2-Austoß reduziert sowie ein wirkungsvoller Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und letztlich unserer Lebensqualität geleistet werden - denn wer erfreut sich nicht an einer farbenfrohen Landschaft mit bunten Blumen und Schmetterlingen?


NABU empfiehlt: ohne Torf durch die Gartensaison

Mit Beginn der Gartensaison 2015 steigt auch wieder der Bedarf nach Blumenerde. Was viele Hobbygärtner nicht wissen: In Blumenerden befinden sich oft große Mengen an Torf. Torfabbau ist einer der Gründe dafür, dass in Deutschland bereits 95 % aller Moore zerstört sind. Mittlerweile werden große Mengen an Torf aus den baltischen Staaten importiert, wo der Verlust wertvoller Lebensräume vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten rasant voran schreitet. Beim Torfabbau werden außerdem große Mengen Treibhausgase freigesetzt, die den Klimawandel beschleunigen. Der NABU empfiehlt daher die Verwendung torffreier Blumenerde. So kann jeder auf einfache Art und Weise etwas für den Natur- und Klimaschutz tun. Torffreie Blumenerde besteht aus einer Mischung von hochwertigem Kompost, Rindenhumus, Holzfasern und gelegentlich Kokosfasern. Natürliche Zusätze wie Lavagranulat und Tonminerale sorgen für die optimale Pflanzenversorgung. Aufpassen sollten Verbraucher bei der Aufschrift „Bioerde“, auch hier kann noch ein sehr großer Anteil Torf enthalten sein. Weitere Informationen finden Sie hier


Goldfische nicht aussetzen!

Gefahr aus dem Gartenteich – Naturschutzbund (NABU) empfiehlt: Goldfische nicht aussetzen

Goldfische sind wunderschön anzusehen und werden daher gerne in Gartenteichen und Aquarien gehalten. Doch was passiert, wenn es zu viele werden? Für manchen Menschen liegt die Lösung nahe. Doch ausgesetzt in freier Natur entwickeln sich die scheinbar harmlosen Zierfische schnell zu einer ernsten Gefahr für die heimische Tierwelt. Sie vermehren sich rasant und sind bei der Nahrung nicht wählerisch. So stehen etwa Kaulquappen, Molch- und Libellenlarven auf ihrem Speiseplan, darauf weist die NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald hin.

„Leider ist immer wieder zu beobachten, dass Stillgewässer über Nacht zum Goldfischteich werden, weil vermeintliche Tierfreunde ihre überzähligen Exemplare darin aussetzen. Das mag gut gemeint sein, ist aber für darin laichende Frösche, Kröten und Molche oft das Aus“, berichtet Jonas Krause-Heiber von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald. Gerade bei seltenen bzw. besonders gefährdeten Arten sei dies ein Problem. Haben sich Goldfische erst einmal erfolgreich etabliert und vermehrt, ist ihnen kaum noch Herr zu werden. Selbst natürliche Feinde wie Graureiher und Co können die Bestände kaum mehr reduzieren. Nicht ohne Grund sei die Aussetzung gebietsfremder Arten durch die Naturschutzgesetze verboten, so Krause-Heiber weiter. "Daher appellieren wir an alle Aquarien- und Teichbesitzer, ihre überzähligen Goldfische nicht in freier Natur zu entsorgen und stattdessen im Zoohandel oder bei befreundeten Teichbesitzern nach Ersatzquartieren Ausschau zu halten".

Wer mehr über unsere heimischen Amphibien und ihre Bedürfnisse erfahren möchte, dem empfiehlt der NABU die farbige Broschüre "Frösche, Kröten, Molche" in der auf 55 Seiten alle Arten vorgestellt werden. Sie kann gegen Einsendung von 6 Briefmarken zu 62 Cent bei der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald, Alte Schule/Hauptstraße 5, 56412 Holler, bestellt werden.


Der NABU Bad Marienberg spendet Bücher zum Thema Tiere und Natur an die Grundschule Unnau

Bereits zum dritten Mal in Folge freut sich der NABU Bad Marienberg, eine sorgfältige Auswahl an Büchern zum Thema Tiere und Natur an eine Grundschule der Verbandsgemeinde Bad Marienberg spenden zu können.
Stellvertretend für alle Schüler der Grundschule in Unnau nahmen die Schüler der Klassen 3 und 4 mit der Schulleiterin Frau Ruth Schneider, sowie den Lehrern Herrn Fritz und Frau Trosdorff die Buchspende von über 30 Büchern entgegen.
Markus Schell, Ludwig Schürg und Annegret Schell vom NABU Bad Marienberg erfreuten sich an der Begeisterung der Kinder und hoffen, das bereits große Interesse an Fauna und Flora zu unterstützen.


NABU Bad Marienberg - Apfelsaft von der Bornwiese

Zum ersten Mal war der NABU-Stand auf dem Bad Marienberger Kräuterwind-Gartenmarkt nicht im Zelt zu finden, sondern unter freiem Himmel. Anlass war die Tatsache, dass es in diesem Jahr zum Teil spritzig und klebrig zuging. Die NABU-Gruppe widmete sich den ganzen Tag dem Thema Apfel - genauer gesagt der Frage „Wie wird aus einem Apfel Apfelsaft?“. Mithilfe eigens mitgebrachter zentnerschwerer Technik wurden ca. 400 kg Äpfel, die zum Großteil an dem Morgen auf der nahegelegenen Streuobstwiese „Bornwiese“ von den Bäumen geschüttelt worden waren, zu frischem und wohlschmeckendem Apfelsaft verarbeitet. Hierbei konnte Einblick gewonnen werden in den Vorgang des Häckselns der Äpfel und der anschließenden Pressung in einer Packpresse. Dabei bot sich den jüngsten Besuchern die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen und die Presse zu bedienen. Ca. 200 Liter Apfelsaft wurden an die Besucher des Gartenmarktes kostenlos ausgeschenkt. Die häufigen genussvollen Äußerungen zeigten, dass es ein besonderes Geschmackserlebnis war. „So etwas leckeres habe ich noch nie getrunken!“ war nur eine von vielen Bestätigungen. Es wurde deutlich, dass der Verlust der Vielfalt an alten Apfelsorten eine bedauerliche Entwicklung darstellt, die einhergeht mit einem Verlust an Qualität und Geschmack. So ist es ein großes Verdienst der Stadt Bad Marienberg und in Person des Stadtgärtners Matthias Mies, mit dem Anlegen einer Streuobstwiese auf der Bornwiese etwas zum Erhalt dieses für viele Tiere und Pflanzen hochwertigen Lebensraumes getan zu haben.

Der NABU Bad Marienberg hofft, mit dieser Aktion einen Anreiz gesetzt zu haben, beim Anpflanzen von Obstbäumen auf alte Hochstamm-Sorten zurückzugreifen. Informationen über geeignete Sorten und deren Bezugsquellen erhalten Interessierte beim NABU Bad Marienberg.

 

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Foto: NABU Rennerod
Foto: NABU Rennerod

Vogelstimmenwanderung durch die Bacher Lay mit den NABU-Gruppen aus Bad Marienberg und Rennerod

 

Das Frühaufstehen an einem Sonntagmorgen Mitte Mai hat sich doch gelohnt. Sonniges Frühlingswetter begrüßte die Naturinteressierten auf der Exkursion mit dem Naturschutzbund. Peter Klein führte die vogelkundliche Wanderung und erklärte den melodischen Gesang der Mönchsgrasmücke und das markante Schmettern des kleinen, aber stimmgewaltigen Zaunkönigs. Immer wieder waren sie im Auwald zu hören. Unterwegs am Bach, durch Wald und Wiesen wurden auch so manche Kräuter und Blumen der vielfältigen Flora bestimmt. Bei einer kurzen Rast führte Peter Klein das neueste Buch zur Vogelbestimmung vor. Mit einem elektronischen Stift lassen sich die Gesänge und Rufe der Vögel direkt zum Bild abspielen. So manche Melodie kommt vielleicht dem aufmerksamen Zuhörer bekannt vor, aber zehn verschiedene Lieder müssen nicht von genauso vielen Vogelarten sein. Die allbekannte Kohlmeise täuscht so ihre gefiederten Konkurrenten, die meinen, eine ganze Schar von Meisen im Revier zu hören, obwohl nur eine singt. Die zwei NABU-Gruppen freuten sich über das rege Interesse an dieser Veranstaltung.                                                                                   


NAJU-Gruppe aufgelöst

Die Kinder und Jugendgruppe des NABU Bad Marienberg (NAJU) wurde zum 15. Juli 2014 aufgelöst.

Die Gruppe wurde über viele Jahre von Uwe Luckenbach geleitet. Der Vorstand dankt Herrn Luckenbach für seinen Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit des NABU.


Grundschule Nistertal erhält Bücherspende

zum Thema Natur

Schon zum zweiten Mal spendet der NABU Bad Marienberg eine sorgfältige Auswahl verschiedener Kinderbücher zu Themen rund um Natur und Umwelt an eine Grundschule der Verbandsgemeinde.

Stellvertretend für die Grundschule Nistertal nahmen die Kinder der Klasse 4 gemeinsam mit Schulleiterin Bärbel Eigner und Lehrkraft Franziska Klopfleisch die 25 Bücher für die Schulbibliothek entgegen. Annegret Schell und Michael Kiehne vom NABU Bad Marienberg erfreuten sich an der Begeisterung der Kinder. Durch diese Spenden möchte die NABU-Gruppe bei den Schulkindern das Interesse für die Natur wecken bzw. verstärken.


Gut besuchter Vortragsabend mit NABU-

Wolfsexperten Markus Bathen in Nisterau

Westerwälder NABU-Gruppen 
organisierten Vortrag zum Thema
„Freilebende Wölfe in Deutschland“

An die 100 interessierte Menschen waren der Einladung der NABU-Gruppen Rennerod und Bad Marienberg gefolgt, um vom NABU Wolfsexperten Markus Bathen Näheres über die Lebensweise der Wolfsrudel in Deutschland und das konfliktarme Nebeneinander von Mensch und Wolf zu erfahren.

 

Bei dem spannenden Vortrag im Dorfgemeinschaftshaus in Nisterau am 24. Januar hatten die Gäste die Möglichkeit, sich zu dem hochaktuellen Thema umfassend zu informieren.

Die Präsenz von Wölfen in unserer Kulturlandschaft stellt die Menschen in Deutschland vor neue Herausforderungen: Seit über 150 Jahren haben wir keine Erfahrung mit frei lebenden Wölfen mehr. Ein Großteil der Bevölkerung begrüßt die Rückkehr des Wolfes. Allerdings gibt es auch viele Fragen, die die Menschen bewegen und nach ehrlichen Antworten verlangen.

 

Der Hauptwirkungskreis von Markus Bathen liegt in der sächsischen Lausitz. Dort haben sich in den letzten Jahren 13 Wolfsrudel angesiedelt und man konnte hier bereits einige Erfahrungen zum Leben des Wolfes in unserer Kultur- und Industrielandschaft gewinnen.

 

In seinem Vortrag informierte Markus Bathen unter anderem über die Lebensweise des Wolfes, sein Jagdverhalten, sein soziales Verhalten und die Möglichkeiten der Landwirte ihre Nutztierherden wirksam zu schützen. Mit einer Prise Humor und frei nach dem Motto „Rotkäppchen lügt“ räumte Markus Bathen auch so manches Vorurteil über den bösen Wolf in den Köpfen der Zuhörer aus.

 

Im Anschluss an den Vortrag wurden zahlreiche Fragen gestellt, bei deren Beantwortung auch auf die Ängste und Sorgen Einzelner eingegangen wurde.

Eine vielfältige und umfassende Informationsmöglichkeit bietet die Internetseite des NABU: www.nabu.de/aktionenundprojekte/wolf/

 

Der Wolf ist ein Kulturfolger, der ohne Weiteres in unserer industriell und landwirtschaftlich geprägten Umwelt einen Lebensraum findet. Er wird sowohl international als auch in Europa und Deutschland durch mehrere Naturschutzabkommen, Richtlinien und Gesetze streng geschützt.

 

Am Vortragsabend waren auch die Wolfsbotschafter des NABU, Manuela Wellnitz aus Rengsdorf und Heiko Jüngerich aus Altenkirchen mit von der Partie, die die Besucher mit Informationsmaterial versorgten. NABU Wolfsbotschafter informieren über die Lebensweise der Wölfe und sind Ansprechpartner für die Bevölkerung vor Ort.

 

Die Zuhörer wie auch die Organisatoren freuten sich über eine sehr informative und gelungene Veranstaltung.

 


Erfolgreicher Abschluss der NABU-Werbeaktion in Bad Marienberg und Umgebung

Die NABU-Werbeaktion in Bad Marienberg und Umgebung ist beendet. Es konnten zahlreiche neue Mitglieder für den NABU gewonnen werden, die wir hier herzlich begrüßen.

 

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Kräuterwind-Gartenmarkt in Bad Marienberg am 13. Oktober 2013

Zum wiederholten Male nahm der NABU Bad Marienberg mit einem Stand am Kräuterwind-Gartenmarkt auf dem Bad Marienberger Marktplatz teil. Thema war die heimische Vogelwelt und ihr Schutz. Peter Klein vom NABU Rennerod konnte mit seinem ausgeprägten Wissen über unsere Vogelwelt und anhand zahlreicher Exponate die vielen Fragen der Besucher kompetent beantworten. Unterstützt wurden wir durch Jonas Krause-Heiber von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald.

Zwischendurch durfte geraten werden. Peter Klein forderte die Besucher zu einem Rätsel aus der Vogelwelt auf.

 

Gesucht wurde nach der größten Tagesflugdistanz eines Singvogels.

 

Lösung: Eine Singdrossel (Jungvogel) wurde am 05.10. 1971 auf Helgoland

beringt und um 10:00 Uhr freigelassen. Schon am nächsten Tag wurde

sie in 1219 km Entfernung (in Pian-sur-Garonne - Frankreich) tot

aufgefunden.

 

Die Gäste des Kräuterwindmarktes lagen mit Angaben zwischen 49 km und 11200 km nicht alle nah an der tatsächlich zurückgelegten Strecke.

Mit der Angabe von 1200 km hat Herr Werner Mille aus Guckheim am Besten geschätzt.

Mit Freude überreichten Peter Klein (NABU Rennerod) und Bärbel Kiehne (NABU Bad Marienberg) dem Gewinner einen Naturführer als Preis und besichtigten bei dieser Gelegenheit die Schwalbenkolonie, die Herr Mille an seinem Haus beherbergt. Der NABU dankt ihm für sein Engagement beim Schutz der bedrohten Mehlschwalben.

 

 

NABU Bad Marienberg veranstaltet Nachmittag für Kinder rund um das Leben im und am Teich

Mehr Bilder finden Sie hier!

 

Am Samstag, den 17. August 2013 gestaltete die NABU-Gruppe Bad Marienberg mit 11 Kindern aus der Verbandsgemeinde einen spannenden Nachmittag.

Mädchen und Jungen im Alter zwischen 7 und 12 Jahren trafen sich im Gartengelände des Cafe Flora in Nisterau. Im Gartenteich fingen sie Wasserlebewesen, welche sie mit Hilfe von Binokularen genauer unter die Lupe nehmen konnten. Das Leben der Libellen, deren Larven meist mehrere Jahre im Wasser leben, und dann erst die geschlüpfte Libelle den Luftraum erobert, wurde besonders genau betrachtet. So zeigte Bärbel Kiehne die zum Nahrungserwerb vorhandene Fangmaske an den Larven und leere Hüllen der geschlüpften Libellen.

Nach einer Spielrunde und einer kleinen Stärkung konnten die Kinder sich mit Digitalkameras ausgerüstet auf Insektensuche begeben. In dem blumenreichen naturnahen Garten von Gerda Schürg-Pijl war es keine Schwierigkeit, Schmetterlinge und andere Insekten zu fotografieren.

Ein rasantes Stockspiel bildete den Abschluss dieses herrlichen Sommernachmittags, und belohnt mit einer Urkunde und einer Pflanze für den eigenen Garten wurden die Kinder entlassen.

Die NABU-Gruppe Bad Marienberg unter Leitung von Markus Schell freut sich sehr über das rege Interesse und ist bestrebt dieses Angebot für Kinder auch in den nächsten Jahren aufrecht zu erhalten.

Eine Floßfahrt, die ist lustig!

Am 29. Juli stürzte sich unsere NAJU-Gruppe in ein Abenteuer der besonderen Art. Aus einem guten Dutzend Holzstämmen, die eine heimische Firma dankenswerterweise zur Verfügung stellte, bauten die Jungs der NAJU-Gruppe unter Leitung von Uwe Luckenbach ein stabiles Holzfloß. Versehen mit Schwimmkörpern trug es sicher vier Personen quer über den Wiesensee. Geleitet wurde es dabei von den Rettungsschwimmern des DLRG Westerburg in ihrem vereinseigenen Boot. Herzlichen Dank an die Lebensretter für das Plus an Sicherheit!

 

Mehr Bilder der Aktion gibt es hier:

NABU Bad Marienberg unterstützt Erlebnistage für

die Jüngsten am Konrad-Adenauer-Gymnasium

in Westerburg

NABU Bad Marienberg fördert Artenschutzprojekt für

5. Klassen:

 

Auch in diesem Jahr fanden die Naturerlebnistage für die 5. Klassen am Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg großen Anklang. Ein neues Umwelt-AG-Team unter Leitung von Oberstudienrätin Bärbel Kiehne bereitete sich auf diese drei Tage intensiv vor.

 

Die Mitglieder der Umwelt-AG schafften es mit folgenden Themen die neugierigen Fünfer den gesamten Schulvormittag durch Information, Erleben und Spiel zu begeistern:

 

 

 

-   Theorie zum Thema Artenvielfalt, z.B. „Was benötigen Lebewesen zum Leben?“

-   Suche von Lebewesen in der Laubstreu (Stoffkreislauf und Zersetzer)

-   Bestimmung von Bachlebewesen und Schlussfolgerungen aus den

    gefundenen Tieren auf die Wasserqualität

-   Grundlagen zu typischen Insektengruppen, Bestimmung lebender Insekten,

    sowie spielerische Auseinandersetzung mit der Thematik

-   Wildbienenschutzprojekt des KAG

-   Blumenbestimmung einmal anders: Suchen und Fotografieren von Pflanzen

    nach vorgegebenen Fotokarten

 

 

 

Das Anliegen von Umwelt-AG und Frau Kiehne ist es, aufzuzeigen, wie vielfältig die Tier- und Pflanzenwelt in unserem direkten Umfeld sein kann. So erhoffen sie sich, dass in der Lebensumwelt jedes Einzelnen, z.B. in den Gärten, mehr Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen wird. Die verschiedenen Möglichkeiten wie Steinhaufen, Trockenmauer, Teich, Altholzstapel, Brennnesselecke für Schmetterlingsraupen, Blumenwiese, etc. haben die 5.-Klässler an den Tagen im Schulbiotop kennengelernt. Die Vielfalt, die sich auf dem Schulgelände eingestellt hat, zeigt die Wirksamkeit solcher Maßnahmen.

 

Auch der NABU Bad Marienberg unterstützt die Kinder dabei, das Gelernte im Umgang mit der Natur im Alltag umzusetzen. Der Vorsitzende Markus Schell überreichte jedem Kind eine für Bienen und Schmetterlinge geeignete Pflanze für den heimischen Garten.

Gewässerwanderung

Am Samstag, den 08. Juni 2013 veranstaltete der NABU Bad Marienberg eine Familienwanderung durch die Bacher Lay unter der Leitung von Otmar Esper.

Hier der Bericht:

 

"Am Samstag, 8.6. fand bei bestem Wetter die Bachwanderung für Kinder mit Eltern vom Parkplatz Schorrberg bis nach Nisterau-Bach statt.

17 Kinder und 6 Erwachsene benötigten 4 Stunden, um die Wegstrecke zurückzulegen und an den vielen interessanten Stationen das Leben im Wasser zu erleben:

 

-   Eine Nisthilfe mit Nest der Wasseramsel wurde in Augenschein 

    genommen.

 

-   Die Kleinlebewesen in der schwarzen Nister und einem

    Quellbächlein wurden untersucht. Wir fanden Rollegel,

    Steinfliegenlarven, Fischbrut, Kleinlibellenlarven,

    Köcherfliegenlarven, Bachflohkrebse und vieles mehr.

 

-   Eine Vorlesegeschichte zum Thema Wasser und Wald brachten

    den Kinder die Wichtigkeit von Wald und Wasser nahe.

 

-   Aus einer PET Flasche und Naturmaterialien wurden

    „Drachenboote“ gebastelt.

 

-   An einer Quelle konnten wir staunen, wie klein eine

    Wasserschnecke sein kann.

 

-   Beim Drachenbootrennen wurde das schnellste Boot ermittelt.

 

-   Gemeinsam wurde nach Mühlkoppen gesucht und 2 Exemplare

    gefangen und bestaunt.

 

-   Aus einem Weiher hatten wir in einer Tonne mehrere Stichlinge,

    kleine Rotaugen und einen Gründling an den Endpunkt der

    Wanderung gebracht. Die Fischlein konnten aus der Nähe

    begutachtet werden.

 

 

Am Ende des interessanten und gelungenen Nachmittags konnte selbst bei den Kindern eine gesunde Ermüdung festgestellt werden.

Wir haben mit allen Sinnen die Schwarze Nister kennen gelernt und einen unvergesslichen Nachmittag erlebt."


Faszination Wiese

Während einer Regenpause von zwei Stunden fand am Sonntag, den 09. Juni 2013 

auf der Fuchskaute eine von Kurt Brast geführte Wiesenwanderung statt. Obwohl es für typische Sommerwiesenpflanzen in diesem Jahr ein wenig zu früh war, konnten die acht Teilnehmer interessante Beobachtungen machen. Unter anderem kreuzte die unten abgebildete Raupe des Braunen Bären, ein selten gewordener Nachtfalter, ihren Weg.